Wrack U-513 Deutsches U-Boot

2011 entdecken Forscher vor der Küste Brasiliens die Überreste der U-513.

Geschichte des Wracks
Das deutsche U-Boot U-513 lief am 29.10.1941 vom Stapel bei der Deutsche Werft, Hamburg, und wurde am 10.01.1942 in Dienst gestellt. Das U-Boot des Typs IX C besaß in seinem Rumpf (76,7 x 6,76 x 4,70 m) 2 Diesel- und 2 Elektromotoren. Die Dieselmotoren leisteten 4400 PS mit einer Höchstgeschwindigkeit von 18,2 Knoten während die Elektromotoren mit 1000 PS nur 7,7 kn erreichen ließen.

Zuerst war es als Trainings-U-Boot eingeteilt unter der 4.U-Flottille wo es auch seine 1. Feindfahrt von August 1942 bis Oktober 1942 unternahm und 2 Schiffe versenkte und eines beschädigte. Die 2. Feindfahrt verlief ergebnislos, während es auf der dritten Feindfahrt noch immer unter Rolf Rüggeberg als Kommandanten wieder 2 Schiffe versenkte und eines beschädigte. Für die 4. Feindfahrt übernahm Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger das Kommando der U-513 . Im Südatlantik versenkte er mit seiner Mannschaft 4 Schiffe und beschädigte ein weiteres. Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger war ein erfahrener Kommandant und hatte bereits mit der U-81 den britischen Flugzeugträger Ark Royal versenken können.

Als er nun vor der brasilianischen Küste während der 4. Feindfahrt an den BdU berichtete, war seine Meldung zu ausführlich. Durch die lange Funkkommunikation konnte er durch eine Funkpeilung geortet werden. Das US Navy Geschwader beorderte die Mariner VP-74 unter Lt. Whitcomb zu der vermeintlichen Stelle, wo er das U-Boot auffand und mit Wasserbomben attackierte. Zwar erwiderte die U-513 durch Flakfeuer, konnte jedoch nicht verhindern, dass das U-Boot sank. von den 53 Mann Besatzung gelang es 20 Mann, das U-Boot schwimmend zurück zu lassen. Leider ertranken bis zum Eintreffen der USS Barnegat in den 5 Stunden 13 weitere Kameraden. Unter den 7 Überlebenden war auch Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger.

Bis Kriegsende verbrachten die verbleibenden Besatzungsmitglieder in einem Kriegsgefangenenlager in Arizona.
Guggenberger kehrte nach Deutschland zurück und arbeitete zunächst als Architekt, bis er 1956 bei der Gründung der Bundeswehr es zum Konteradmiral der Marine brachte. 1988 verschwand Konteradmiral Guggenberger bei einem Waldspaziergang. Seine Leiche wurde erst 5 Jahre später wieder entdeckt.

Tauchen am Wrack
Das Wrack der U-513 wurde 120 km östlich der brasilianischen Stadt Florianopolis entdeckt. Die Forscher der Universität Vale do Itajaí hatten 2 Jahre nach dem U-Boot gesucht. Da sich die U-513 auf 75 Metern Tiefe befindet, ist sie für Tek-Taucher erreichbar. Ob sie allerdings zum Tauchen freigegeben wird, wird die brasilianische Regierung entscheiden müssen. Nicht zuletzt ist die U-513 ein Kriegsgrab. Und Ihre Ruhe sollten wir bewahren.

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Quellen und Links über das Wrack

Wracktyp: U-Boot IX C Baujahr: 1941
min. Tauchtiefe: 75 m Verlust-Datum: 19.07.1943
max. Tauchtiefe: 75 m Verlust-Grund: Bombentreffer
GPS-Daten: 27.17 S Standort-Land: Brasilien
47.32 W Standort-Region: Florianopolis, 120km östlich
Tauchplatz: Persönlich betaucht? Nein