Tauchplatz Gran Canaria Arinaga

Dieser Tauchplatz liegt in einem Unterwasser-Naturschutzgebiet auf der kanarischen Insel Gran Canaria. Der Enstieg allerdings ist eine Herausforderung …

Diesen Tauchplatz betauchte ich auch mehrfach als Tauchausflug der AIDA. Die Anfahrt erfolgt über einen unbefestigten Weg, der für jeden Stoßdämpfer eine Herausforderung darstellt. Der Tauchplatz selbst liegt an einer unbebauten Küste. Sanitäre Einrichtungen oder Cafes und Geschäfte sucht man hier vergebens. Die Anzahl der Taucher pro Tag ist festgelegt und wird kontrolliert. Daher sollte man hier nur mit einer ortsansäßigen Tauchschule ins Wasser gehen.

Über einen Trampelpfad erreicht man nach ca. 30 Metern ein Felsplateau, das sich als Riffdach herausstellt. Je nach Windrichtung, Brandung und Wasserstand, kann man hier schon nasse Füsse bekommen. Genau das macht den Einstieg so schwierig. Nasser, rutschiger Felsen, Algen und regelmäßige Wellen, die die Füße umspülen, die sich ihren Weg auf unebenen Grund ertasten. Hier ist schon mancher Taucher, bis auf die Flossen voll angekleidet und mit dem Tauchgerät auf dem Rücken, gestürzt. Der Einstieg ist ein hufeisenförmiges Loch im Riff. An dessen Rand tastet man sich vor und zieht beherzt die Flossen an. Handschuhe sind definitiv zu empfehlen, denn die Felsen sind zum Teil scharfkantig. Wenn die Welle auf dem Höhepunkt ist und beginnt abzulaufen ist genau der einzige Zeitpunkt, den Sprung zu wagen. Der Grund des Lochs liegt auf 3 Meter und hier ist Ruhe … wer nicht sofort abtauchen kann oder will, sollte beherzt mit der Welle nach draußen schwimmen, um nicht wieder angespült zu werden.

Die Unterwasserwelt bietet hier viel zwischen 15 und 30 Metern Tiefe. Ob Engelshaie, diverse Rochen, Muränen, Barakkuda, Thunfisch, Seepferdchen oder die schöne Fächerkoralle, hier leben sie alle. Ob abfallende Sandflächen oder interessante Felsformationen mit Schwarmfischen, der schwere Einstig lohnt sich.

Der Ausstieg ist mindestens so spektakulär wie der Einstieg. Am Grund des hufeisenförmigen Lochs wartet der Taucher auf die nächste einlaufende Welle. Dann muss es schnell gehen. Mit der Welle wird aufgestiegen und man läßt sich über das Riffdach tragen. Je weiter man nach vorne kommt, um so besser. Wenn das Wasser abläuft, werden die Flossen ausgezogen und man entfernt sich schnell von der Ausstiegsstelle. Aber vorsicht: es ist noch immer glatt und glitschig.

Tauchen auf Gran Canaria jenseits des Massentourismus: ein perfektes Urlaubserlebnis.