Tauchen auf Malta …

Warum Malta und MadSharkDiving auf Malta ein gute Kombination sind …

Wer im Spätsommer oder Herbst nur eine Woche Zeit hat und gerne tauchen will, muss nicht 4,5h nach Ägypten fliegen.
Auf halber Strecke liegt Malta mit seinem englisch, arabischen Einfluss, den schon die Kreuzritter zu schätzen wußten. Und so etwas wie Ritter auf dem Weg ins gelobte Land sind wir Taucher ja auch.

Entschieden habe ich mich für MadSharkDiving und hier sind meine Eindrücke:

Hotel: ich schlafe und esse im Hotel Antonio & Spa mit 4 Sternen und englischen wie deutschen Gästen. Wenn man von der abendlichen Karaoke der englischen beleibten Damen mal absieht, ist das Hotel gut. Aber immer Meerblick buchen. Die anderen Zimmer gehen zur Strasse und sind laut.

Tag 1: Der Tauchspot heißt Santa Maria Caves und ist Programm. Dieser Bootstauchgang mit 12er-Stahlflaschen dauerte 62 Munuten und hatte eine maximale Tiefe von 20 Metern. Das Boot ankerte in einer Bucht umgeben von Felsen einer Festung gleich. Durch einen Tunnel in ca. 5 Metern geht es auf die andere Seite im immer am Riff bis zum Mushroom entlang. dieser wir umtaucht und wieder Retour. Wer mag kann in einer Höhlen auftauchen. Hier ist Frischluft garantiert. Heute, am 22.09.2009 ein Highlight.

Nach einer Mittagspause ging es zum Tauchplatz namens Ahrax. Dieser enfach zu tauchende Divespot hat eine max. Tiefe von 20 Metern. Highlight ins der Weg durch den Tunnel zu einem See mitten in einer Landzunge. Fisch gibt es an beiden Tauchplätzen genug. Und wenn man genau hinschaut auch Oktopus und diverse Krebstiere … Nach 57 Minuten waren wir wieder oben. Tag 1 ist gelungen und der Transfer brachte mich wieder ins Hotel.

Tag 2: Heute war es windig und wellig mit zeitweise Regen. Bei einer Wassertemeratur von 27 Grad macht das allerdings nichts. Der erste Divespot des Tages hiess: Lighthouse Point und lag in einer geschützen Bucht. Eine Unterwasserbucht von ca 12 Metern Tiefe ist der Ankerplatz. An ihren Steilwänden geht es zur eigentlichen Steilwand, die auf 40 Meter herabreicht. Das Riff an der rechten Schulter geht man auf Tiefe und taucht bis zum Anker, der den Wendepunkt markiert. In der Steilwand findet man viele Löcher in denen Muränen und anderes residiert. Nach 62 Minuten und mit einer max. Tiefe von 33,8 Metern waren wir wieder auf dem Boot.

Nach einer Mittagspause in einer geschützten Bucht wurde der zweite Tauchplatz angefahren: Alex Cave. Diese L-förmige Höhle hat am Ende eine Möglichkeit aufzutauchen. Allerdings sollte man den Sicherheitsstop nicht vergessen. Ansonsten gibt es nach einen natürlichen Torbogen, den Mushroom und viele Erhebungen und Täler, die es zu erkunden gilt. Mit 67 Minuten, 100 Bar und einer max. Tiefe von 16,2 Metern stiegen wir auf das schaukelnde Boot. Dieses fuhr nach dem Tauchen zur Sicherheit nicht den Heimathafen an, da der Wind und die Welle zugenommen hatte. Wieder ein toller Tag.

Tag 3: Es ist sonnig und noch immer windig als wir diesmal mit den Pkws von der Basis losfahren. Zie ist Chirkawwa an der Nordküste.
Über eine Teppe gelangt man ins Wasser. Der Einstieg mit bis zu 5 Meter Wassertiefe endet an einer Steilwand die bis auf 30 Meter auf sandigen Grund geht. 50 Meter Richtung 270 Grad liegt die P29, ein Minensucher der ehemaligen DDR mit dem schönen Nanen ‚Boltenhagen‘ . Das Wrack liegt in 33 Meter Tiefe auf sandigem Grund. Das Schiff haben wir komplett betaucht. Auch innen ist es sicher und geräumt. Dann auf 90 Grad zurück und an der Steilwand ausgetaucht. Nach 38 Minuten und einer max. Tiefe von 33,5 Metern waren wir wieder zurück.

Nach einer 2 stündigen Pause begann der Tauchgang zum Tugship Rozi. Vom Leuchtturm ging es in die Vay diesmal auf 0 Grad. Der ehemalige Schlepper Rozi liegt mit dem Heck direkt am Riff an dem man mit der rechten Schulter entlang taucht. Ca. 8 Minuten Bracht man zum Wrack, das auch in 33 Meter auf sandigem Grund seit 10 Jahren ruht. Ein schöner Tauchgang mit viel Fisch und Fotos. Auf dem Rückweg ging es und 15 Metern durch einen kleinen Tunnel mit Drachenkopf zurück zum Einstieg. Hier waren es max 33,4 Meter Tiefe und 38 Minuten Tauchzeit. Bei beiden Tauchgängen kam ich mit 100 Bar wieder raus. Traumhaft!

Tag 4: Aufgrund der Wetterlage, und nicht zuletzt auf meinen Wunsch machten wir heute noch einmal die P29 „Boltenhagen“ und den Schlepper Rozi. Durch das Nitrox hatten wir in beiden Wracks mehr Zeit und konnten beide komplett durchtauchen. Die beiden Wracks sind wirklich mehr als einen Tauchgang wert. Nach jeweils 52 Minuten und jeweils 100 Bar auf der Flasche, waren wir wieder zurück. Beim letzen TG übernahm ich die Gruppenführung.

Und weil es so schön war, setzten wir zur Rozi noch einen Nachttauchgang oben drauf. Das Wrack hat nachts noch einmal eine andere Ausstrahlung als am Tag. Mit etwas Gegenströmung waren wir nach 10 Minuten Tauchzeit am Wrack und auf 32 Meter Tiefe. Mit 100 Bar Restdruck auf der Nitroxflasche waren wir nach 50 Minuten wieder zurück, und hatten zusätzlich Drachenköpfe, Nacktschnecken und Seehasen gesehen. Traumhaft ! Und drei Tauchgänge unter 30 Meter verschaffen schöne und schnelle Träume.

Tag 5: Heute ging es nach Gozo. Daher kam der Transfer zur Basis schon um 7:45h, denn die Fähre wartet nicht. Der erste Tauchgang war in Djerwa in einem Salzwasser-Innensee. Dieser ist durch einen Naturtunnel, durch den auch Boote fahren, mit dem Meer verbunden. Im Innensee war die Sicht schlecht. Trotzdem wird hier abgetaucht. In drei Metern Tiefe geht es in den Tunnel, der schnell an Tiefe zulegt und auf ca. 25 Metern endet. Er endet an einer Steilwand die dann an der rechten Schulter betaucht wurde. Bei 100 Bar wurde umgedreht und durch den Tunnel wieder zurück. Leichter kann Navigation nicht sein. Ende war nach 54 Minuten, 90 Bar und 26,5 Metern.

Nach einer Oberflächenpause von fast 2 Stunden gingen wir im gleichen Ort bei dem Tauchplatz Blue Hole ins Wasser. Hier mussten wir erst über Treppen und Steine klettern um das Wasser zu erreichen. An der Steilwand endlang linker Schulter erreicht man in 16 Meter Tiefe den oberen Rand des Eingangs zu einer Höhle, die die Ausmasse eines Flugzeughangas hat. 30 Meter breit und 40 Meter tief ist. Nach verlassen der Höhle lassen wir die Steilwand an der rechten Schulter und tauchen an ihr 20 Minuten entlang, bis wir zum Eingang des Topfes gelangen, dass man Blue Hole nennt. Auch hier schließt sich eine kleine Höhle an, die wir kurz vor dem Austauchen noch besuchen. Nach 52 Minuten und 100 Bar Rest ist auch dieser Tauchgang zuende und der beschwerliche Ausstieg über Felsen und Steine liegt noch vor uns. Auch hier übernahm ich die Gruppenführung.

Tag 6: Heute war der letzte Tag und es stand noch ein Wrack auf der Wunschliste: die Um el Faroud . Im Ort Wied en Z. stiegen wir Taucher pracktisch im Hafenbecken ins Wasser. Das Wasser ist sauber, denn hier Baden auch Einheimische und Touristen. In 10 Metern Tiefe geht es Kompasskurs 250 Grad ca. 14 Minuten raus aufs Meer. Der erste Antauchversuch musste jedoch aufgrund von extremer Strömung in allen Tiefen am Betonblock mit dem Taucherhelm, ca 25% der Strecke, abgebrochen werden. Also tauchten wir zurück ans Riff und nach 67 Minuten und 70 Bar auf der 12-Liter- Flasche wieder auf.

Gegen Mittag starteten wir den zweiten Anlaufversuch. Nach 14 Minuten und nur leichter Strömung von vorne . Der Tanker Um el Faroud liegt auf 38 Meter auf sandigem Grund. Vor seinen Aufbauten ist er auseinander gebrochen. Das Deck liegt auf 26 Meter, die Oberkante der Aufbauten auf 18 Metern und der Mast auf 12 Metern. Das Wrack kann von innen betaucht werden. allerdings ist es nicht geräumt, also ist Vorsicht geboten. Ein schönes Wrack und die Antauchzeit wirklich wert. Mit leichter Rückströmung waren wir nach 65 Minuten und 90 Bar Restdruck wieder zurück. Besonders erwähnt sei der seltene Plumfish , der besonders hier in Rudeln am Ausstieg auftrat.

Weitere Seiten: