Club Aldiana Makadi Bay Ägypten

01.09.2010

Heute ist der Tag der Vorbereitung. Das Tauchgepäck wird gepackt. Nach vorheriger Anmeldung des Tauchgepäcks von bis zu 30 kg bei der Condor wird das Tauchgepäck gesondert verpackt. Reiseapotheke, Bekleidung und sonstige Habseligkeiten kommen in einen zweiten Koffer. Morgen geht es los !

02.09.2010

Ankunft ! um 21:00 Uhr war ich nach einem ereignislosen Flug mit Condor im Club Aldiana angekommen. Wie bei Aldiana üblich, ist alles komplett unkompliziert. Auch das Tragen der „All-Inclusive-Bändchen“ gibt es hier nicht. Es ist Urlaub unter Freunden. Bevor man zum Zimmer gebracht wird, darf man das erste Mal das tolle Buffet genießen.

03.09.2010

Tag 1 der Tauchgänge 252 – 254. Bereits vorher per eMail hatte ich mich für die 2-Tank-Tour am Vormittag und die 1-Tank-Tour am Nachmittag eintragen lassen. Organisation der Basis ist perfekt. Ich bekomme meine Box, mein Schließfach für Messer Automaten und Co. und kann eben packen. Der Check in dauerte 3 Minuten. Die Boxen fährt ein Elektro-Car zum Schiff. Der lange Steg, an dem auch die Schiffe liegen, für auch zum Hausriff. Eine tolle Anlage !

Tauchgang 1 (oder 252) führt in die „Abu Hashish Lagoon“. Nach ca. 20 Minuten Transfer liegt das Boot in ruhigem Wasser. Dieser Tauchplatz ist für jeden geeignet. Kanäle führen zum Drop-Off, aber auch die Blöcke in der Lagune haben viel zu bieten. Es ist wie im Aquarium. Überall wuseln Fische zwischen den Korallen. Die Gruppen sind nach Können und Luftverbrauch eingeteilt. Jede Gruppe hat einen versierten Guide, der weiß, wo man hin gucken muss. Ein toller Anfang geht nach 63 Minuten und max. 19 Metern zu Ende. Kaum auf dem Boot, entledigt die Crew einen von der Flasche. Super Service!

Tauchgang 2 (oder 253) startet nach 51 Minuten Oberflächenpause, die zum Umbau genutzt wurde am Tauchplatz „Gota“. Der Tauchplatz ist so gewählt, dass er nicht tiefer geht als der erste. Getaucht wird sowieso mit AIR28 (Nitrox EAN 28) unter Pressluftbedingungen. Das führt zu mehr Sicherheit, denn die maximale Tauchtiefe ist 30 Meter. Der Computer glaubt, man tauche mit Luft und würde einen eher zu früh wieder rauf schicken. Wieder vom Boot getaucht, erleben wir eine Schildkröte und einen Krokodilfisch als besonderes Highlight. Nach 60 Minuten und 16,5 Metern waren wir wieder oben. Die Taucher tauchen mit 10er oder 12er Stahlflaschen, die Guides eigentlich immer mit 12 Litern.

Tauchgang 3 (oder 254) führt uns nach dem Mittagessen im Club Aldiana zum „Shab el Arab“. Ein wundervolles Plateau mit Rotfeuerfischen, Muränen und viel Leben in den Korallen. Die Fahrzeit des Bootes betrug nur 30 Minuten, die zur Präparation  des Equipments genutzt wurde. Auch hier tauchten wir 54 Minuten in 21,6 Metern maximaler Tiefe.

Das Dekobier an der Poolbar verdient. Denn mit fast 3 Stunden Tauchzeit am ersten Tag war es eine sportliche Leistung.

04.09.2010

Tag 2 der Tauchgänge 255 & 256. Ein besonderes Highlight sind die Tagesausflüge. Diese dauern, wer hätte es gedacht, den ganzen Tag. Das Essen gibt es auf dem Boot und es werden Reviere angefahren, die man nur am Vormittag oder Nachmittag nicht erreichen kann. Fahrzeit des Bootes zum ersten Tauchplatz 1- 1,5 Stunden. Unser Ziel an diesem Tag waren die Tauchreviere von Safaga.

Tauchgang 4 (oder 255) führte uns zum Tauchplatz „Tobi Kebir“. Dieser Tauchplatz besticht durch seinen Artenreichtum. Nachdem sich der 7 mm nicht nur stressig beim Anziehen gezeigt hatte, sondern auch zu warm schien, habe ich mit in der Tauchbasis einen UV-undurchlässiges Shirt von Scubrapro zugelegt. Ab jetzt tauchte ich mit T-Shirt und Schwimmshorts. Wassertemperatur zwischen 29 und 32 Grad. So heiß dusche ich in der Regel nicht mal. Nach 50 Minuten Tauchzeit und 16,2 Metern Tiefe wartete schon das Essen auf uns.

Tauchgang 5 (oder 256) ließ uns nach dem Mittagessen am „Ras Abu Soma“ tauchen. Die 27 Meter Tiefe ließen sich gut mit der 2,25 Minuten Oberflächenpause vereinbaren. Wieder tauchte ich im T-Shirt und wieder war mir selbst nach 51 Minuten nicht kalt. Ab jetzt tauche ich nur noch so im Roten Meer. Gesehen haben wir wieder viele Arten, u.a. Muränen oder Krokodilfische.

05.09.2010

Tauchgang 6 (oder 257) war einer von zwei Vormittagstauchgängen und sollte ein Drift-Tauchgang werden. Am „Ras Disha Drift“ Tauchplatz wurden wir vom Boot während der Fahrt über Bord geworfen. Dabei sind natürlich die Schrauben aus. Hier begannen meine Ohrprobleme. Ich der davor liegenden Nacht war eine Erkältung aufgezogen. Resultat, dass im Restaurant die Ägypter die Klimaanlage auf 16° Grad runter reduzieren. Was für die Ägypter purer Luxus ist, ist für die Europäer ein massiver Klimawechsel von 38° aussen und 16° Grad innen. Ich kam also erst nicht runter und ließ mich über der Gruppe in 4 Metern Tiefe mit driften. Nach 15 Minuten gelang doch der Druckausgleich und ich schloss von oben kommend der Gruppe auf. Maximal Tiefe war 24,1 Meter in 52 Minuten.

Tauchgang 7 (oder 258) war eigentlich kein Tauchgang. Den Drift am „Abu Abdalla“ konnte ich nur in 4 Metern Tiefe absolvieren. Druckausgleich und somit Abtauchen war nicht mehr möglich. Der Dank ging ans Restaurant. Mein Essen fand von jetzt an draussen statt. Der ansässige Arzt in der Anlage prüfte beide Ohren auf Barotraumen, fand aber weder eine Entzündung oder einen Trommelfellschaden, sondern nur zugeschwollene Eustachische Röhren. Mit einem Beutel voller Medikamente und dem Hinweis, dass sich diese nicht mit Alkohol vertragen entließ er mich wieder. Kein Tauchen, kein Alkohol = toller Urlaub !

06.09.2010

Diesen Tag verbrachte ich wie ein richtiger Urlauber auf der Liege unter dem Sonnenschirm mit einem guten Buch. Letzteres sein erwähnt, da es sich um einen Taucher-Thriller handelt. Das Buch heißt „Der Schlund“ von Cord Hagen und handelt von den Nachforschungen um den Tot zweier Wracktaucher vor LaGomera. Ein wirklich gutes und spannendes Buch.

07.09.2010

Auch dieser Tag schien zum Genesen gedacht zu sein. Das linke Ohr war immer noch zu und nicht fähig, einen Druckausgleich zu machen. Also wieder die Liege und wieder das Buch. Gegen Mittag knackte es und war plötzlich frei aber langsam. Ich konnte am Nachmittag einen neuen Versuch wagen.

Tauchgang 8 (oder 259) führte mich und mein Ohr zum „Abu Hashish North Drift“. Die Guides wurden von mir instruiert, dass es zu Problemen kommen könnte und was ich dann tun würde. Aber das Ohr reagiert zwar zögerlich aber es versah seinen Dienst. So tauchten wir 70 Minuten und hatten eine Maximaltiefe von 19,8 Metern, als wir zum Boot zurück kehrten. Diese Drifttauchgänge sind wirklich super. Als würde man durch ein Aquarium gezogen, zieht einen die Strömung an den schönen Korallengärten und ihren Bewohnern vorbei. Auf der einen Seite das Riff, auf der anderen der Drop-Off.

08.09.2010 (der letzte Tauchtag)

Tauchgang 9 (oder 260) war wieder einer von zwei Vormittagsdives. Das Boot brachte uns zum „Abu Hashish South“. Dieses ist ein Platz, der auch schon mal Großfische versprechen kann. Aber nur,wenn die nicht gerade ihren freien Tag haben. Wir tauchten wieder zwischen dem Riff auf der einen Seite und dem Drop-Off auf der anderen. Neben Blaupunkt-Rochen und dem anderen üblichen Bewohnern sahen wir zwei Adlerrochen im Parallelflug am Drop-Off ihre Bahnen ziehen. Leider zu weit weg für ein Foto, aber trotzdem nah genug, um ihre Stattlichkeit zu sehen. Auf diesem Tauchgang hatten wir noch einige Barrakudas und eine Schildkröte. Mit einer Maximaltiefe von 17,1 Metern und nach 58 Minuten waren wir wieder glücklich auf unserem Tauchboot.

Tauchgang 10 (oder 261) brachte uns in den Korallengarten von „Ras Alexia“. Dieser wunderschöne Korallengarten wurde von der Natur förmlich zum Besuchen und Verweilen angelegt. Auf unserem Tauchgang begleitete uns dabei ein großer Schwarm Barrakudas, der uns zeitweise mit in den Schwarm aufzunehmen schien. Umringt von glänzenden Leibern dieser schönen Jäger tauchten wir nach 56 Minuten und mit einer Maximaltiefe von 21,5 Metern wieder auf.

Tauchgang 11 (oder 262) sollte mein letzter Tauchgang dieses Tauchurlaubs sein. Dafür bekam ich noch einmal einen Drifttauchgang am „Abu Hashish North“. Wieder zwischen Riffkante und Drop-Off über dem Plateau schwebend näherten wir uns zuweilen dem Drop-Off, bei dem das Plateau abrupt endet und der Boden unter blauem und immer dunkler werdendem Wasser verschwindet. Hier begegneten wir einem großen Napoleon und wieder unseren mittlerweile vertrauten Barrakudas. Maximale Tiefe war 27 Meter, die uns nach 48 Minuten wieder auf das Boot zwangen.