Dieses ist keine Geldschneiderei, sondern die Möglichkeit, das Tauchen mit einem Trocki richtig zu erlernen. Neben dem Umgang und der Pflege eines Trockis erlernt der Taucher auch die Tarierung erneut, denn man verfügt nun über einen weiteren, sich mit Luft füllenden Auftriebskörper. Und mit dem ist nicht zu spaßen. Daher erlernt man auch die notwendigen Manöver, sollte man in eine Notlage geraten. Stellt Euch nur mal vor, Ihr geratet in eine Kopfüber-Tauchlage und bekommt die Luft nicht mehr aus dem Trocki während Ihr aus 30 Metern unkontrolliert aufsteigt. Dann wäre gut zu wissen, was zu tun ist.
2011 entdecken Forscher vor der Küste Brasiliens die Überreste der U-513.
Geschichte des Wracks
Das deutsche U-Boot U-513 lief am 29.10.1941 vom Stapel bei der Deutsche Werft, Hamburg, und wurde am 10.01.1942 in Dienst gestellt. Das U-Boot des Typs IX C besaß in seinem Rumpf (76,7 x 6,76 x 4,70 m) 2 Diesel- und 2 Elektromotoren. Die Dieselmotoren leisteten 4400 PS mit einer Höchstgeschwindigkeit von 18,2 Knoten während die Elektromotoren mit 1000 PS nur 7,7 kn erreichen ließen.
Zuerst war es als Trainings-U-Boot eingeteilt unter der 4.U-Flottille wo es auch seine 1. Feindfahrt von August 1942 bis Oktober 1942 unternahm und 2 Schiffe versenkte und eines beschädigte. Die 2. Feindfahrt verlief ergebnislos, während es auf der dritten Feindfahrt noch immer unter Rolf Rüggeberg als Kommandanten wieder 2 Schiffe versenkte und eines beschädigte. Für die 4. Feindfahrt übernahm Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger das Kommando der U-513 . Im Südatlantik versenkte er mit seiner Mannschaft 4 Schiffe und beschädigte ein weiteres. Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger war ein erfahrener Kommandant und hatte bereits mit der U-81 den britischen Flugzeugträger Ark Royal versenken können.
Als er nun vor der brasilianischen Küste während der 4. Feindfahrt an den BdU berichtete, war seine Meldung zu ausführlich. Durch die lange Funkkommunikation konnte er durch eine Funkpeilung geortet werden. Das US Navy Geschwader beorderte die Mariner VP-74 unter Lt. Whitcomb zu der vermeintlichen Stelle, wo er das U-Boot auffand und mit Wasserbomben attackierte. Zwar erwiderte die U-513 durch Flakfeuer, konnte jedoch nicht verhindern, dass das U-Boot sank. von den 53 Mann Besatzung gelang es 20 Mann, das U-Boot schwimmend zurück zu lassen. Leider ertranken bis zum Eintreffen der USS Barnegat in den 5 Stunden 13 weitere Kameraden. Unter den 7 Überlebenden war auch Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger.
Bis Kriegsende verbrachten die verbleibenden Besatzungsmitglieder in einem Kriegsgefangenenlager in Arizona.
Guggenberger kehrte nach Deutschland zurück und arbeitete zunächst als Architekt, bis er 1956 bei der Gründung der Bundeswehr es zum Konteradmiral der Marine brachte. 1988 verschwand Konteradmiral Guggenberger bei einem Waldspaziergang. Seine Leiche wurde erst 5 Jahre später wieder entdeckt.
Tauchen am Wrack
Das Wrack der U-513 wurde 120 km östlich der brasilianischen Stadt Florianopolis entdeckt. Die Forscher der Universität Vale do Itajaí hatten 2 Jahre nach dem U-Boot gesucht. Da sich die U-513 auf 75 Metern Tiefe befindet, ist sie für Tek-Taucher erreichbar. Ob sie allerdings zum Tauchen freigegeben wird, wird die brasilianische Regierung entscheiden müssen. Nicht zuletzt ist die U-513 ein Kriegsgrab. Und Ihre Ruhe sollten wir bewahren.
Empfehlung: Trimix
Quellen und Links über das Wrack
- U-513 bei T-Online Nachrichten (deutsch)
- U-513 bei Lexikon der Wehrmacht (deutsch)
- U-513 bei uboat.net (englisch)
- Liste Deutscher U-Boote bei AHA-Express
- Liste Deutscher U-Boote bei U-Bootarchiv.de
- Liste Deutscher U-Boote bei All2know.com
- U-Boot-Verluste im 2.Weltkrieg von Robikusch (privat)
| Wracktyp: | U-Boot IX C | Baujahr: | 1941 |
| min. Tauchtiefe: | 75 m | Verlust-Datum: | 19.07.1943 |
| max. Tauchtiefe: | 75 m | Verlust-Grund: | Bombentreffer |
| GPS-Daten: | 27.17 S | Standort-Land: | Brasilien |
| 47.32 W | Standort-Region: | Florianopolis, 120km östlich | |
| Tauchplatz: | Persönlich betaucht? | Nein |
Nach dem das letzte Jahr im Club Aldiana Makadi Bay so ein großer Erfolg war, habe ich dieses Jahr meinen Tauchurlaub wieder dort verbracht.
Grundsätzlich sprechen für mich als alleinreisenden Taucher folgende Punkte für den Club Aldiana Bay, der sich ca. 40 Minuten von dem Flughafen Hurghada befindet:
- der “Urlaub unter Freunden” ist für mich das richtige Konzept. Mit dem Urlaubs-”Du” und ohne festen Sitzplatz bekommt man schnell Kontakt.
- Der Club ist weitläufig und abgeschlossen angelegt. Das verspricht Ruhe und Sicherheit.
- Das Essen vom Büfett ist immer schmackhaft, reichlich und vielfältig.
- Das “All Inclusive” ohne Armbändchen lässt den Urlaub entspannt genießen
- Und nicht zuletzt: die herausragend geführte Tauchbasis
- Abu Hashish Lagoon (Tauchplatzkarte)
- Abu Hashish North Drift (Tauchplatzkarte)
- Malag Ras Disha (Tauchplatzkarte)
- Ras Disha Drift (Tauchplatzkarte)
- Panoramariff South
- Panoramariff North Drift
- Sharm El Arab (Tauchplatzkarte)
- Shab Alex
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| 2011_EGY |
Tauchen ist nicht gerade der preiswerteste Sport. Das jedenfalls musste jeder bereits feststellen, der bei seinem Tauchequipment Wert auf Qualität und somit auf Marke legte. Zwar sind die Preise durch die Shopwebseiten der Tauchshops und-versender transparenter geworden. Aber noch immer gilt: Gutes ist teuer.
Jeder macht so seine Erfahrungen mit Ebay. Aber wenn man weiß, was man tut, kann man auch bei Ebay so sein Schnäppchen machen. Ich persönlich würde allerdings Abstufungen machen. Und die sind auch bei EBay möglich.
Meine persönlichen Entscheidungen wären:
- mein Leben hängt davon ab = Lungenautomaten, Flaschen, Jacket, Tauchcomputer, Maske, Lampe
Dieses Equipment kaufe ich bei echten Tauchshops oder ausgewiesenen Profiversendern. Googlen hilft hier zu der Wahrheit und kann Leben retten ! Finger weg von privaten Verkäufern ! - Tragbares und wärmendes = Nass-, Halbtrocken oder Trockentauchanzug, Handschuhe, Füßlinge, Kopfhaube
Bei diesem Equipment versuche ich auch, über Powerseller mit entsprechender Expertise zu gehen. Wenn einen allerdings ein Schnäppchen förmlich anschreit, hängt es vom eigenen Ekelfaktor ab, ob man z.B. einen getragenen Anzug kaufen würde. Ich persönlich finde, dass so ein Saktrotan Hygienespüler einem Schnäppchen den Schrecken nehmen kann. - Nützliches = Rucksäcke, Koffer, T-Shirts, Batteriekits, Flossen und Co.
Hier entscheidet der persönliche Geschmack. Ich kaufe auch diese Sachen beim Powerseller oder beim Tauchshop um die Ecke.
Mein letzter Deal ist ein Trockentauchanzug der Firma Poseidon. Der Jetsuit Technica ! Ich bin für diesen Anzug vorher auf der Webseite von Poseidon gewesen und habe mich nach den Größenangaben von Poseidon vermessen. Dann habe ich bei Ebay diesen Anzug in “L” gesucht und gefunden. Gebraucht, gut erhalten und nach Angaben den Verkäufers absolut dicht. Gekauft habe ich ihn für 10% des Ursprungspreises und bezahlt habe ich ihn mit Paypal und Käuferschutz. Als er ankam wurde er mit besagten Hygienespüler gebadet und danach getrocknet. Der Anzug ist perfekt, passt super und ist sein Geld mehr als wert !
Noch ein Tipp zum Schluss: Ich persönlich zahle aus Sicherheitsgründen nur noch mit PayPal oder bei Abholung. Ist Geld erst einmal überwiesen, ist es weg. Und man hat keine Handhabe. Das habe ich selber schon mal ausprobiert … aber nur einmal. Auch Polizei und Staatsanwaltschaft sind da die Hände gebunden. Und es kommt häufiger vor, als man denkt. Bei der Polizei gibt es ein eigenes Formular für “Internetbetrug Ebay” !
01.09.2010
Heute ist der Tag der Vorbereitung. Das Tauchgepäck wird gepackt. Nach vorheriger Anmeldung des Tauchgepäcks von bis zu 30 kg bei der Condor wird das Tauchgepäck gesondert verpackt. Reiseapotheke, Bekleidung und sonstige Habseligkeiten kommen in einen zweiten Koffer. Morgen geht es los !
02.09.2010
Ankunft ! um 21:00 Uhr war ich nach einem ereignislosen Flug mit Condor im Club Aldiana angekommen. Wie bei Aldiana üblich, ist alles komplett unkompliziert. Auch das Tragen der “All-Inclusive-Bändchen” gibt es hier nicht. Es ist Urlaub unter Freunden. Bevor man zum Zimmer gebracht wird, darf man das erste Mal das tolle Buffet genießen.
03.09.2010
Tag 1 der Tauchgänge 252 – 254. Bereits vorher per eMail hatte ich mich für die 2-Tank-Tour am Vormittag und die 1-Tank-Tour am Nachmittag eintragen lassen. Organisation der Basis ist perfekt. Ich bekomme meine Box, mein Schließfach für Messer Automaten und Co. und kann eben packen. Der Check in dauerte 3 Minuten. Die Boxen fährt ein Elektro-Car zum Schiff. Der lange Steg, an dem auch die Schiffe liegen, für auch zum Hausriff. Eine tolle Anlage !
Tauchgang 1 (oder 252) führt in die “Abu Hashish Lagoon”. Nach ca. 20 Minuten Transfer liegt das Boot in ruhigem Wasser. Dieser Tauchplatz ist für jeden geeignet. Kanäle führen zum Drop-Off, aber auch die Blöcke in der Lagune haben viel zu bieten. Es ist wie im Aquarium. Überall wuseln Fische zwischen den Korallen. Die Gruppen sind nach Können und Luftverbrauch eingeteilt. Jede Gruppe hat einen versierten Guide, der weiß, wo man hin gucken muss. Ein toller Anfang geht nach 63 Minuten und max. 19 Metern zu Ende. Kaum auf dem Boot, entledigt die Crew einen von der Flasche. Super Service!
Tauchgang 2 (oder 253) startet nach 51 Minuten Oberflächenpause, die zum Umbau genutzt wurde am Tauchplatz “Gota”. Der Tauchplatz ist so gewählt, dass er nicht tiefer geht als der erste. Getaucht wird sowieso mit AIR28 (Nitrox EAN 28) unter Pressluftbedingungen. Das führt zu mehr Sicherheit, denn die maximale Tauchtiefe ist 30 Meter. Der Computer glaubt, man tauche mit Luft und würde einen eher zu früh wieder rauf schicken. Wieder vom Boot getaucht, erleben wir eine Schildkröte und einen Krokodilfisch als besonderes Highlight. Nach 60 Minuten und 16,5 Metern waren wir wieder oben. Die Taucher tauchen mit 10er oder 12er Stahlflaschen, die Guides eigentlich immer mit 12 Litern.
Tauchgang 3 (oder 254) führt uns nach dem Mittagessen im Club Aldiana zum “Shab el Arab”. Ein wundervolles Plateau mit Rotfeuerfischen, Muränen und viel Leben in den Korallen. Die Fahrzeit des Bootes betrug nur 30 Minuten, die zur Präparation des Equipments genutzt wurde. Auch hier tauchten wir 54 Minuten in 21,6 Metern maximaler Tiefe.
Das Dekobier an der Poolbar verdient. Denn mit fast 3 Stunden Tauchzeit am ersten Tag war es eine sportliche Leistung.
04.09.2010
Tag 2 der Tauchgänge 255 & 256. Ein besonderes Highlight sind die Tagesausflüge. Diese dauern, wer hätte es gedacht, den ganzen Tag. Das Essen gibt es auf dem Boot und es werden Reviere angefahren, die man nur am Vormittag oder Nachmittag nicht erreichen kann. Fahrzeit des Bootes zum ersten Tauchplatz 1- 1,5 Stunden. Unser Ziel an diesem Tag waren die Tauchreviere von Safaga.
Tauchgang 4 (oder 255) führte uns zum Tauchplatz “Tobi Kebir”. Dieser Tauchplatz besticht durch seinen Artenreichtum. Nachdem sich der 7 mm nicht nur stressig beim Anziehen gezeigt hatte, sondern auch zu warm schien, habe ich mit in der Tauchbasis einen UV-undurchlässiges Shirt von Scubrapro zugelegt. Ab jetzt tauchte ich mit T-Shirt und Schwimmshorts. Wassertemperatur zwischen 29 und 32 Grad. So heiß dusche ich in der Regel nicht mal. Nach 50 Minuten Tauchzeit und 16,2 Metern Tiefe wartete schon das Essen auf uns.
Tauchgang 5 (oder 256) ließ uns nach dem Mittagessen am “Ras Abu Soma” tauchen. Die 27 Meter Tiefe ließen sich gut mit der 2,25 Minuten Oberflächenpause vereinbaren. Wieder tauchte ich im T-Shirt und wieder war mir selbst nach 51 Minuten nicht kalt. Ab jetzt tauche ich nur noch so im Roten Meer. Gesehen haben wir wieder viele Arten, u.a. Muränen oder Krokodilfische.
05.09.2010
Tauchgang 6 (oder 257) war einer von zwei Vormittagstauchgängen und sollte ein Drift-Tauchgang werden. Am “Ras Disha Drift” Tauchplatz wurden wir vom Boot während der Fahrt über Bord geworfen. Dabei sind natürlich die Schrauben aus. Hier begannen meine Ohrprobleme. Ich der davor liegenden Nacht war eine Erkältung aufgezogen. Resultat, dass im Restaurant die Ägypter die Klimaanlage auf 16° Grad runter reduzieren. Was für die Ägypter purer Luxus ist, ist für die Europäer ein massiver Klimawechsel von 38° aussen und 16° Grad innen. Ich kam also erst nicht runter und ließ mich über der Gruppe in 4 Metern Tiefe mit driften. Nach 15 Minuten gelang doch der Druckausgleich und ich schloss von oben kommend der Gruppe auf. Maximal Tiefe war 24,1 Meter in 52 Minuten.
Tauchgang 7 (oder 258) war eigentlich kein Tauchgang. Den Drift am “Abu Abdalla” konnte ich nur in 4 Metern Tiefe absolvieren. Druckausgleich und somit Abtauchen war nicht mehr möglich. Der Dank ging ans Restaurant. Mein Essen fand von jetzt an draussen statt. Der ansässige Arzt in der Anlage prüfte beide Ohren auf Barotraumen, fand aber weder eine Entzündung oder einen Trommelfellschaden, sondern nur zugeschwollene Eustachische Röhren. Mit einem Beutel voller Medikamente und dem Hinweis, dass sich diese nicht mit Alkohol vertragen entließ er mich wieder. Kein Tauchen, kein Alkohol = toller Urlaub !
06.09.2010
Diesen Tag verbrachte ich wie ein richtiger Urlauber auf der Liege unter dem Sonnenschirm mit einem guten Buch. Letzteres sein erwähnt, da es sich um einen Taucher-Thriller handelt. Das Buch heißt “Der Schlund” von Cord Hagen und handelt von den Nachforschungen um den Tot zweier Wracktaucher vor LaGomera. Ein wirklich gutes und spannendes Buch.
07.09.2010
Auch dieser Tag schien zum Genesen gedacht zu sein. Das linke Ohr war immer noch zu und nicht fähig, einen Druckausgleich zu machen. Also wieder die Liege und wieder das Buch. Gegen Mittag knackte es und war plötzlich frei aber langsam. Ich konnte am Nachmittag einen neuen Versuch wagen.
Tauchgang 8 (oder 259) führte mich und mein Ohr zum “Abu Hashish North Drift”. Die Guides wurden von mir instruiert, dass es zu Problemen kommen könnte und was ich dann tun würde. Aber das Ohr reagiert zwar zögerlich aber es versah seinen Dienst. So tauchten wir 70 Minuten und hatten eine Maximaltiefe von 19,8 Metern, als wir zum Boot zurück kehrten. Diese Drifttauchgänge sind wirklich super. Als würde man durch ein Aquarium gezogen, zieht einen die Strömung an den schönen Korallengärten und ihren Bewohnern vorbei. Auf der einen Seite das Riff, auf der anderen der Drop-Off.
08.09.2010 (der letzte Tauchtag)
Tauchgang 9 (oder 260) war wieder einer von zwei Vormittagsdives. Das Boot brachte uns zum “Abu Hashish South”. Dieses ist ein Platz, der auch schon mal Großfische versprechen kann. Aber nur,wenn die nicht gerade ihren freien Tag haben. Wir tauchten wieder zwischen dem Riff auf der einen Seite und dem Drop-Off auf der anderen. Neben Blaupunkt-Rochen und dem anderen üblichen Bewohnern sahen wir zwei Adlerrochen im Parallelflug am Drop-Off ihre Bahnen ziehen. Leider zu weit weg für ein Foto, aber trotzdem nah genug, um ihre Stattlichkeit zu sehen. Auf diesem Tauchgang hatten wir noch einige Barrakudas und eine Schildkröte. Mit einer Maximaltiefe von 17,1 Metern und nach 58 Minuten waren wir wieder glücklich auf unserem Tauchboot.
Tauchgang 10 (oder 261) brachte uns in den Korallengarten von “Ras Alexia”. Dieser wunderschöne Korallengarten wurde von der Natur förmlich zum Besuchen und Verweilen angelegt. Auf unserem Tauchgang begleitete uns dabei ein großer Schwarm Barrakudas, der uns zeitweise mit in den Schwarm aufzunehmen schien. Umringt von glänzenden Leibern dieser schönen Jäger tauchten wir nach 56 Minuten und mit einer Maximaltiefe von 21,5 Metern wieder auf.
Tauchgang 11 (oder 262) sollte mein letzter Tauchgang dieses Tauchurlaubs sein. Dafür bekam ich noch einmal einen Drifttauchgang am “Abu Hashish North”. Wieder zwischen Riffkante und Drop-Off über dem Plateau schwebend näherten wir uns zuweilen dem Drop-Off, bei dem das Plateau abrupt endet und der Boden unter blauem und immer dunkler werdendem Wasser verschwindet. Hier begegneten wir einem großen Napoleon und wieder unseren mittlerweile vertrauten Barrakudas. Maximale Tiefe war 27 Meter, die uns nach 48 Minuten wieder auf das Boot zwangen.
- Blaupunkt-Rochen
- Schildkröte
- Leben
- Wo ist der Fisch ?
- Muräne
- Muräne
- Zackenbarsch
- Zitterrochen?
- Muräne
- Buddyteam
- Barrakkudas
Warum Malta und MadSharkDiving auf Malta ein gute Kombination sind …
Wer im Spätsommer oder Herbst nur eine Woche Zeit hat und gerne tauchen will, muss nicht 4,5h nach Ägypten fliegen.
Auf halber Strecke liegt Malta mit seinem englisch, arabischen Einfluss, den schon die Kreuzritter zu schätzen wußten. Und so etwas wie Ritter auf dem Weg ins gelobte Land sind wir Taucher ja auch.
Entschieden habe ich mich für MadSharkDiving und hier sind meine Eindrücke:
Hotel: ich schlafe und esse im Hotel Antonio & Spa mit 4 Sternen und englischen wie deutschen Gästen. Wenn man von der abendlichen Karaoke der englischen beleibten Damen mal absieht, ist das Hotel gut. Aber immer Meerblick buchen. Die anderen Zimmer gehen zur Strasse und sind laut.
Tag 1: Der Tauchspot heißt Santa Maria Caves und ist Programm. Dieser Bootstauchgang mit 12er-Stahlflaschen dauerte 62 Munuten und hatte eine maximale Tiefe von 20 Metern. Das Boot ankerte in einer Bucht umgeben von Felsen einer Festung gleich. Durch einen Tunnel in ca. 5 Metern geht es auf die andere Seite im immer am Riff bis zum Mushroom entlang. dieser wir umtaucht und wieder Retour. Wer mag kann in einer Höhlen auftauchen. Hier ist Frischluft garantiert. Heute, am 22.09.2009 ein Highlight.



Nach einer Mittagspause ging es zum Tauchplatz namens Ahrax. Dieser enfach zu tauchende Divespot hat eine max. Tiefe von 20 Metern. Highlight ins der Weg durch den Tunnel zu einem See mitten in einer Landzunge. Fisch gibt es an beiden Tauchplätzen genug. Und wenn man genau hinschaut auch Oktopus und diverse Krebstiere … Nach 57 Minuten waren wir wieder oben. Tag 1 ist gelungen und der Transfer brachte mich wieder ins Hotel.
Tag 2: Heute war es windig und wellig mit zeitweise Regen. Bei einer Wassertemeratur von 27 Grad macht das allerdings nichts. Der erste Divespot des Tages hiess: Lighthouse Point und lag in einer geschützen Bucht. Eine Unterwasserbucht von ca 12 Metern Tiefe ist der Ankerplatz. An ihren Steilwänden geht es zur eigentlichen Steilwand, die auf 40 Meter herabreicht. Das Riff an der rechten Schulter geht man auf Tiefe und taucht bis zum Anker, der den Wendepunkt markiert. In der Steilwand findet man viele Löcher in denen Muränen und anderes residiert. Nach 62 Minuten und mit einer max. Tiefe von 33,8 Metern waren wir wieder auf dem Boot.
Nach einer Mittagspause in einer geschützten Bucht wurde der zweite Tauchplatz angefahren: Alex Cave. Diese L-förmige Höhle hat am Ende eine Möglichkeit aufzutauchen. Allerdings sollte man den Sicherheitsstop nicht vergessen. Ansonsten gibt es nach einen natürlichen Torbogen, den Mushroom und viele Erhebungen und Täler, die es zu erkunden gilt. Mit 67 Minuten, 100 Bar und einer max. Tiefe von 16,2 Metern stiegen wir auf das schaukelnde Boot. Dieses fuhr nach dem Tauchen zur Sicherheit nicht den Heimathafen an, da der Wind und die Welle zugenommen hatte. Wieder ein toller Tag.
Tag 3: Es ist sonnig und noch immer windig als wir diesmal mit den Pkws von der Basis losfahren. Zie ist Chirkawwa an der Nordküste.
Über eine Teppe gelangt man ins Wasser. Der Einstieg mit bis zu 5 Meter Wassertiefe endet an einer Steilwand die bis auf 30 Meter auf sandigen Grund geht. 50 Meter Richtung 270 Grad liegt die P29, ein Minensucher der ehemaligen DDR mit dem schönen Nanen ‘Boltenhagen’ . Das Wrack liegt in 33 Meter Tiefe auf sandigem Grund. Das Schiff haben wir komplett betaucht. Auch innen ist es sicher und geräumt. Dann auf 90 Grad zurück und an der Steilwand ausgetaucht. Nach 38 Minuten und einer max. Tiefe von 33,5 Metern waren wir wieder zurück.



Nach einer 2 stündigen Pause begann der Tauchgang zum Tugship Rozi. Vom Leuchtturm ging es in die Vay diesmal auf 0 Grad. Der ehemalige Schlepper Rozi liegt mit dem Heck direkt am Riff an dem man mit der rechten Schulter entlang taucht. Ca. 8 Minuten Bracht man zum Wrack, das auch in 33 Meter auf sandigem Grund seit 10 Jahren ruht. Ein schöner Tauchgang mit viel Fisch und Fotos. Auf dem Rückweg ging es und 15 Metern durch einen kleinen Tunnel mit Drachenkopf zurück zum Einstieg. Hier waren es max 33,4 Meter Tiefe und 38 Minuten Tauchzeit. Bei beiden Tauchgängen kam ich mit 100 Bar wieder raus. Traumhaft!
Tag 4: Aufgrund der Wetterlage, und nicht zuletzt auf meinen Wunsch machten wir heute noch einmal die P29 “Boltenhagen” und den Schlepper Rozi. Durch das Nitrox hatten wir in beiden Wracks mehr Zeit und konnten beide komplett durchtauchen. Die beiden Wracks sind wirklich mehr als einen Tauchgang wert. Nach jeweils 52 Minuten und jeweils 100 Bar auf der Flasche, waren wir wieder zurück. Beim letzen TG übernahm ich die Gruppenführung.


Und weil es so schön war, setzten wir zur Rozi noch einen Nachttauchgang oben drauf. Das Wrack hat nachts noch einmal eine andere Ausstrahlung als am Tag. Mit etwas Gegenströmung waren wir nach 10 Minuten Tauchzeit am Wrack und auf 32 Meter Tiefe. Mit 100 Bar Restdruck auf der Nitroxflasche waren wir nach 50 Minuten wieder zurück, und hatten zusätzlich Drachenköpfe, Nacktschnecken und Seehasen gesehen. Traumhaft ! Und drei Tauchgänge unter 30 Meter verschaffen schöne und schnelle Träume.
Tag 5: Heute ging es nach Gozo. Daher kam der Transfer zur Basis schon um 7:45h, denn die Fähre wartet nicht. Der erste Tauchgang war in Djerwa in einem Salzwasser-Innensee. Dieser ist durch einen Naturtunnel, durch den auch Boote fahren, mit dem Meer verbunden. Im Innensee war die Sicht schlecht. Trotzdem wird hier abgetaucht. In drei Metern Tiefe geht es in den Tunnel, der schnell an Tiefe zulegt und auf ca. 25 Metern endet. Er endet an einer Steilwand die dann an der rechten Schulter betaucht wurde. Bei 100 Bar wurde umgedreht und durch den Tunnel wieder zurück. Leichter kann Navigation nicht sein. Ende war nach 54 Minuten, 90 Bar und 26,5 Metern.


Nach einer Oberflächenpause von fast 2 Stunden gingen wir im gleichen Ort bei dem Tauchplatz Blue Hole ins Wasser. Hier mussten wir erst über Treppen und Steine klettern um das Wasser zu erreichen. An der Steilwand endlang linker Schulter erreicht man in 16 Meter Tiefe den oberen Rand des Eingangs zu einer Höhle, die die Ausmasse eines Flugzeughangas hat. 30 Meter breit und 40 Meter tief ist. Nach verlassen der Höhle lassen wir die Steilwand an der rechten Schulter und tauchen an ihr 20 Minuten entlang, bis wir zum Eingang des Topfes gelangen, dass man Blue Hole nennt. Auch hier schließt sich eine kleine Höhle an, die wir kurz vor dem Austauchen noch besuchen. Nach 52 Minuten und 100 Bar Rest ist auch dieser Tauchgang zuende und der beschwerliche Ausstieg über Felsen und Steine liegt noch vor uns. Auch hier übernahm ich die Gruppenführung.
Tag 6: Heute war der letzte Tag und es stand noch ein Wrack auf der Wunschliste: die Um el Faroud . Im Ort Wied en Z. stiegen wir Taucher pracktisch im Hafenbecken ins Wasser. Das Wasser ist sauber, denn hier Baden auch Einheimische und Touristen. In 10 Metern Tiefe geht es Kompasskurs 250 Grad ca. 14 Minuten raus aufs Meer. Der erste Antauchversuch musste jedoch aufgrund von extremer Strömung in allen Tiefen am Betonblock mit dem Taucherhelm, ca 25% der Strecke, abgebrochen werden. Also tauchten wir zurück ans Riff und nach 67 Minuten und 70 Bar auf der 12-Liter- Flasche wieder auf.






Gegen Mittag starteten wir den zweiten Anlaufversuch. Nach 14 Minuten und nur leichter Strömung von vorne . Der Tanker Um el Faroud liegt auf 38 Meter auf sandigem Grund. Vor seinen Aufbauten ist er auseinander gebrochen. Das Deck liegt auf 26 Meter, die Oberkante der Aufbauten auf 18 Metern und der Mast auf 12 Metern. Das Wrack kann von innen betaucht werden. allerdings ist es nicht geräumt, also ist Vorsicht geboten. Ein schönes Wrack und die Antauchzeit wirklich wert. Mit leichter Rückströmung waren wir nach 65 Minuten und 90 Bar Restdruck wieder zurück. Besonders erwähnt sei der seltene Plumfish , der besonders hier in Rudeln am Ausstieg auftrat.
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