01.09.2010
Heute ist der Tag der Vorbereitung. Das Tauchgepäck wird gepackt. Nach vorheriger Anmeldung des Tauchgepäcks von bis zu 30 kg bei der Condor wird das Tauchgepäck gesondert verpackt. Reiseapotheke, Bekleidung und sonstige Habseligkeiten kommen in einen zweiten Koffer. Morgen geht es los !
Warum Malta und MadSharkDiving auf Malta ein gute Kombination sind …
Wer im Spätsommer oder Herbst nur eine Woche Zeit hat und gerne tauchen will, muss nicht 4,5h nach Ägypten fliegen.
Auf halber Strecke liegt Malta mit seinem englisch, arabischen Einfluss, den schon die Kreuzritter zu schätzen wußten. Und so etwas wie Ritter auf dem Weg ins gelobte Land sind wir Taucher ja auch.
Entschieden habe ich mich für MadSharkDiving und hier sind meine Eindrücke:
Hotel: ich schlafe und esse im Hotel Antonio & Spa mit 4 Sternen und englischen wie deutschen Gästen. Wenn man von der abendlichen Karaoke der englischen beleibten Damen mal absieht, ist das Hotel gut. Aber immer Meerblick buchen. Die anderen Zimmer gehen zur Strasse und sind laut.
Tag 1: Der Tauchspot heißt Santa Maria Caves und ist Programm. Dieser Bootstauchgang mit 12er-Stahlflaschen dauerte 62 Munuten und hatte eine maximale Tiefe von 20 Metern. Das Boot ankerte in einer Bucht umgeben von Felsen einer Festung gleich. Durch einen Tunnel in ca. 5 Metern geht es auf die andere Seite im immer am Riff bis zum Mushroom entlang. dieser wir umtaucht und wieder Retour. Wer mag kann in einer Höhlen auftauchen. Hier ist Frischluft garantiert. Heute, am 22.09.2009 ein Highlight.



Nach einer Mittagspause ging es zum Tauchplatz namens Ahrax. Dieser enfach zu tauchende Divespot hat eine max. Tiefe von 20 Metern. Highlight ins der Weg durch den Tunnel zu einem See mitten in einer Landzunge. Fisch gibt es an beiden Tauchplätzen genug. Und wenn man genau hinschaut auch Oktopus und diverse Krebstiere … Nach 57 Minuten waren wir wieder oben. Tag 1 ist gelungen und der Transfer brachte mich wieder ins Hotel.
Tag 2: Heute war es windig und wellig mit zeitweise Regen. Bei einer Wassertemeratur von 27 Grad macht das allerdings nichts. Der erste Divespot des Tages hiess: Lighthouse Point und lag in einer geschützen Bucht. Eine Unterwasserbucht von ca 12 Metern Tiefe ist der Ankerplatz. An ihren Steilwänden geht es zur eigentlichen Steilwand, die auf 40 Meter herabreicht. Das Riff an der rechten Schulter geht man auf Tiefe und taucht bis zum Anker, der den Wendepunkt markiert. In der Steilwand findet man viele Löcher in denen Muränen und anderes residiert. Nach 62 Minuten und mit einer max. Tiefe von 33,8 Metern waren wir wieder auf dem Boot.
Nach einer Mittagspause in einer geschützten Bucht wurde der zweite Tauchplatz angefahren: Alex Cave. Diese L-förmige Höhle hat am Ende eine Möglichkeit aufzutauchen. Allerdings sollte man den Sicherheitsstop nicht vergessen. Ansonsten gibt es nach einen natürlichen Torbogen, den Mushroom und viele Erhebungen und Täler, die es zu erkunden gilt. Mit 67 Minuten, 100 Bar und einer max. Tiefe von 16,2 Metern stiegen wir auf das schaukelnde Boot. Dieses fuhr nach dem Tauchen zur Sicherheit nicht den Heimathafen an, da der Wind und die Welle zugenommen hatte. Wieder ein toller Tag.
Tag 3: Es ist sonnig und noch immer windig als wir diesmal mit den Pkws von der Basis losfahren. Zie ist Chirkawwa an der Nordküste.
Über eine Teppe gelangt man ins Wasser. Der Einstieg mit bis zu 5 Meter Wassertiefe endet an einer Steilwand die bis auf 30 Meter auf sandigen Grund geht. 50 Meter Richtung 270 Grad liegt die P29, ein Minensucher der ehemaligen DDR mit dem schönen Nanen ‘Boltenhagen’ . Das Wrack liegt in 33 Meter Tiefe auf sandigem Grund. Das Schiff haben wir komplett betaucht. Auch innen ist es sicher und geräumt. Dann auf 90 Grad zurück und an der Steilwand ausgetaucht. Nach 38 Minuten und einer max. Tiefe von 33,5 Metern waren wir wieder zurück.



Nach einer 2 stündigen Pause begann der Tauchgang zum Tugship Rozi. Vom Leuchtturm ging es in die Vay diesmal auf 0 Grad. Der ehemalige Schlepper Rozi liegt mit dem Heck direkt am Riff an dem man mit der rechten Schulter entlang taucht. Ca. 8 Minuten Bracht man zum Wrack, das auch in 33 Meter auf sandigem Grund seit 10 Jahren ruht. Ein schöner Tauchgang mit viel Fisch und Fotos. Auf dem Rückweg ging es und 15 Metern durch einen kleinen Tunnel mit Drachenkopf zurück zum Einstieg. Hier waren es max 33,4 Meter Tiefe und 38 Minuten Tauchzeit. Bei beiden Tauchgängen kam ich mit 100 Bar wieder raus. Traumhaft!
Tag 4: Aufgrund der Wetterlage, und nicht zuletzt auf meinen Wunsch machten wir heute noch einmal die P29 “Boltenhagen” und den Schlepper Rozi. Durch das Nitrox hatten wir in beiden Wracks mehr Zeit und konnten beide komplett durchtauchen. Die beiden Wracks sind wirklich mehr als einen Tauchgang wert. Nach jeweils 52 Minuten und jeweils 100 Bar auf der Flasche, waren wir wieder zurück. Beim letzen TG übernahm ich die Gruppenführung.


Und weil es so schön war, setzten wir zur Rozi noch einen Nachttauchgang oben drauf. Das Wrack hat nachts noch einmal eine andere Ausstrahlung als am Tag. Mit etwas Gegenströmung waren wir nach 10 Minuten Tauchzeit am Wrack und auf 32 Meter Tiefe. Mit 100 Bar Restdruck auf der Nitroxflasche waren wir nach 50 Minuten wieder zurück, und hatten zusätzlich Drachenköpfe, Nacktschnecken und Seehasen gesehen. Traumhaft ! Und drei Tauchgänge unter 30 Meter verschaffen schöne und schnelle Träume.
Tag 5: Heute ging es nach Gozo. Daher kam der Transfer zur Basis schon um 7:45h, denn die Fähre wartet nicht. Der erste Tauchgang war in Djerwa in einem Salzwasser-Innensee. Dieser ist durch einen Naturtunnel, durch den auch Boote fahren, mit dem Meer verbunden. Im Innensee war die Sicht schlecht. Trotzdem wird hier abgetaucht. In drei Metern Tiefe geht es in den Tunnel, der schnell an Tiefe zulegt und auf ca. 25 Metern endet. Er endet an einer Steilwand die dann an der rechten Schulter betaucht wurde. Bei 100 Bar wurde umgedreht und durch den Tunnel wieder zurück. Leichter kann Navigation nicht sein. Ende war nach 54 Minuten, 90 Bar und 26,5 Metern.


Nach einer Oberflächenpause von fast 2 Stunden gingen wir im gleichen Ort bei dem Tauchplatz Blue Hole ins Wasser. Hier mussten wir erst über Treppen und Steine klettern um das Wasser zu erreichen. An der Steilwand endlang linker Schulter erreicht man in 16 Meter Tiefe den oberen Rand des Eingangs zu einer Höhle, die die Ausmasse eines Flugzeughangas hat. 30 Meter breit und 40 Meter tief ist. Nach verlassen der Höhle lassen wir die Steilwand an der rechten Schulter und tauchen an ihr 20 Minuten entlang, bis wir zum Eingang des Topfes gelangen, dass man Blue Hole nennt. Auch hier schließt sich eine kleine Höhle an, die wir kurz vor dem Austauchen noch besuchen. Nach 52 Minuten und 100 Bar Rest ist auch dieser Tauchgang zuende und der beschwerliche Ausstieg über Felsen und Steine liegt noch vor uns. Auch hier übernahm ich die Gruppenführung.
Tag 6: Heute war der letzte Tag und es stand noch ein Wrack auf der Wunschliste: die Um el Faroud . Im Ort Wied en Z. stiegen wir Taucher pracktisch im Hafenbecken ins Wasser. Das Wasser ist sauber, denn hier Baden auch Einheimische und Touristen. In 10 Metern Tiefe geht es Kompasskurs 250 Grad ca. 14 Minuten raus aufs Meer. Der erste Antauchversuch musste jedoch aufgrund von extremer Strömung in allen Tiefen am Betonblock mit dem Taucherhelm, ca 25% der Strecke, abgebrochen werden. Also tauchten wir zurück ans Riff und nach 67 Minuten und 70 Bar auf der 12-Liter- Flasche wieder auf.






Gegen Mittag starteten wir den zweiten Anlaufversuch. Nach 14 Minuten und nur leichter Strömung von vorne . Der Tanker Um el Faroud liegt auf 38 Meter auf sandigem Grund. Vor seinen Aufbauten ist er auseinander gebrochen. Das Deck liegt auf 26 Meter, die Oberkante der Aufbauten auf 18 Metern und der Mast auf 12 Metern. Das Wrack kann von innen betaucht werden. allerdings ist es nicht geräumt, also ist Vorsicht geboten. Ein schönes Wrack und die Antauchzeit wirklich wert. Mit leichter Rückströmung waren wir nach 65 Minuten und 90 Bar Restdruck wieder zurück. Besonders erwähnt sei der seltene Plumfish , der besonders hier in Rudeln am Ausstieg auftrat.
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Dieser Tauchplatz liegt in einem Unterwasser-Naturschutzgebiet auf der kanarischen Insel Gran Canaria. Der Enstieg allerdings ist eine Herausforderung …
Diesen Tauchplatz betauchte ich auch mehrfach als Tauchausflug der AIDA. Die Anfahrt erfolgt über einen unbefestigten Weg, der für jeden Stoßdämpfer eine Herausforderung darstellt. Der Tauchplatz selbst liegt an einer unbebauten Küste. Sanitäre Einrichtungen oder Cafes und Geschäfte sucht man hier vergebens. Die Anzahl der Taucher pro Tag ist festgelegt und wird kontrolliert. Daher sollte man hier nur mit einer ortsansäßigen Tauchschule ins Wasser gehen.
Über einen Trampelpfad erreicht man nach ca. 30 Metern ein Felsplateau, das sich als Riffdach herausstellt. Je nach Windrichtung, Brandung und Wasserstand, kann man hier schon nasse Füsse bekommen. Genau das macht den Einstieg so schwierig. Nasser, rutschiger Felsen, Algen und regelmäßige Wellen, die die Füße umspülen, die sich ihren Weg auf unebenen Grund ertasten. Hier ist schon mancher Taucher, bis auf die Flossen voll angekleidet und mit dem Tauchgerät auf dem Rücken, gestürzt. Der Einstieg ist ein hufeisenförmiges Loch im Riff. An dessen Rand tastet man sich vor und zieht beherzt die Flossen an. Handschuhe sind definitiv zu empfehlen, denn die Felsen sind zum Teil scharfkantig. Wenn die Welle auf dem Höhepunkt ist und beginnt abzulaufen ist genau der einzige Zeitpunkt, den Sprung zu wagen. Der Grund des Lochs liegt auf 3 Meter und hier ist Ruhe … wer nicht sofort abtauchen kann oder will, sollte beherzt mit der Welle nach draußen schwimmen, um nicht wieder angespült zu werden.
Die Unterwasserwelt bietet hier viel zwischen 15 und 30 Metern Tiefe. Ob Engelshaie, diverse Rochen, Muränen, Barakkuda, Thunfisch, Seepferdchen oder die schöne Fächerkoralle, hier leben sie alle. Ob abfallende Sandflächen oder interessante Felsformationen mit Schwarmfischen, der schwere Einstig lohnt sich.
Der Ausstieg ist mindestens so spektakulär wie der Einstieg. Am Grund des hufeisenförmigen Lochs wartet der Taucher auf die nächste einlaufende Welle. Dann muss es schnell gehen. Mit der Welle wird aufgestiegen und man läßt sich über das Riffdach tragen. Je weiter man nach vorne kommt, um so besser. Wenn das Wasser abläuft, werden die Flossen ausgezogen und man entfernt sich schnell von der Ausstiegsstelle. Aber vorsicht: es ist noch immer glatt und glitschig.
Tauchen auf Gran Canaria jenseits des Massentourismus: ein perfektes Urlaubserlebnis.
- Link zu Google-Maps
Auf der kanarischen Insel Lanzarote, die zu Spanien gehört, sind in Puerto del Carmen zwei der schönsten Tauchplätze der Insel …
Ein Tages-Tauchausflug der AIDA auf der Route der Kanarischen Inseln führte mich auf Lanzarote nach Puerto del Carmen. Direkt am Meer, oberhalb einer kleinen Badebucht liegt eine kleine Tauchschule, bei der man sich auf seine beiden Tauchgänge vorbereitet. In der Nähe, auch direkt am Wasser befinden sich sanitäre Anlagen und ein kleines Hafenrestaurant.
Tauchgang 1: Kathedrale
Dieser Landtauchgang startet direkt in der kleinen Badebucht, deren sandiger Grund flach abfällt. Am Ende der Bucht wird der Grund felsiger und fällt in Stufen steil ab. Linker Hand auf 31 Metern Tiefe befindet sich eine große Kathedrale. In ihr trifft man Langusten und Bärenkrebse an, vor ihr auf den sandigen Terrassen sind Zackenbarsche und Engelshaie keine Seltenheit. Das Durchtauchen der Kathedrale stellt kein großes Problem dar. Man sollte nur darauf achten, den sandigen Boden nicht zu sehr aufzuwühlen, da andere Taucher auch gerne noch etwas sehen wollen. Das Austauchen ist durch den terrassenartigen Anstieg und die sandigen Flächen ein Kinderspiel. In den unzähligen Höhlen lohnt es sich, nach Sepien und Oktopus Ausschau zu halten. Eine besondere Spezies gibt es hier auch: beleibte Engländerinnen in blumigen Badeanzügen. Ein Blick nach oben vor dem finalen Auftauchen verhindert Kollisionen.
Tauchgang 2: der alte Hafen
Direkt vor dem kleinen Hafenrestaurant liegt das Zodiak der Tauchschule und bringt einen in ca. 5 Minuten über die Wracks des alten Hafens von Puerto del Carmen. Bei diesem Bootstauchgang wird an einem Seil abgetaucht, an dessem oberen Ende eine Boje befestigt ist. Unzählige Wracks liegen hier am Grund des Alten Hafens und sind zum teil sehr schön bewachsen. Dieser Wracktauchgang führt auf eine Tiefe bis zu 33 Metern und auf dem sandigen Grund liegen sehr häufig Engelshaie. Auch hier gibt es eine Besonderheit: für nicht-tauchende Touristen fährt hier regelmäßig ein Uboot mit großen runden Bullaugen seine Runden. Der Krach, den es dabei erzeugt ist ohrenbetäubend. Beim Aufstieg sollte man im Freiwasser auf Barakkuda-Schwärme achten.
Lanzarote, Puerto del Carmen: für Taucher eine Reise wert.
In Cala Figueras auf Mallorca liegt direkt am kleinen Hafen die Tauchbasis von Albatros Diving. Ein PS-starkes Zodiak bringt die Taucher in kürzester Zeit zu den Tauchplätzen.
Jerome, ein gebürtiger Franzose mit hervorragenden Deutschkenntnissen leitet die Basis mit viel Kompetenz und Gastfreundschaft. Fernab vom legendären Massentourismus von Mallorca erscheint Cala Figuera eher verträumt und typisch spanisch. Hier gibt es keine Hotelburgen oder Ballermann-Partys.
Der Hinterhof der Tauchbasis ist groß und läd vor und nach den Tauchgängen zum Verweilen ein. Hier bereiten sich die Taucher vor, bauen ihr Gerät zusammen und ziehen sich an. Nach den Tauchgängen werden die Sachen hier gespült in einer gemauerten Wanne und zum Trocknen aufgehängt. Hektik kommt hier schon deshalb nicht auf, weil hier viel Platz vorhanden ist.
Die Tauchplätze bieten grossen Artenreichtum, wie Oktopus, Drackenköpfe und in den vorgelagerten Höhlen und Grotten Bärenkrebse, Conger, Muränen und Langusten.
Mallorca, auch für Taucher eine Reise wert.
Dive Spots
- Punta Blanca (Grotte auf 16m)
- Punta Aguila
- Plato (viele kleine Grotten)
- Punta Morena
- La Herradura (Höhle)
- el Camino
- Campignon
- Bucana
- el Morro
Quellen und Links
- Tauchbasis Albatros Diving Center Mallorca
Was Taucher auf einem Kreuzfahrtschiff machen und warum die Kreuzfahrtschiffe AIDAluna, AIDAbella, AIDAaura, AIDAdiva, AIDAcara und AIDAvita die schönsten Tauchbasen sind …
Das AIDA-Konzept ist nicht einfach nur Kreuzfahrt. Wer das glaubt, irrt sich mächtig. Die weitläufige Meinung zu Kreuzfahrten ist, daß der Altersdurchschnitt weit jenseits der 70 liegt, die Schiffe 90% der Zeit auf See sind und man beim Abendessen einen Smoking tragen muss. Ja auch solche Kreuzfahrten soll es geben.
Wer aber auf eine der AIDA-Schiffe geht, den erwartet etwas anderes. Jede der AIDAs ist ein schwimmendes Clubhotel. Auch neue Gäste werden sofort wie Freunde behandelt und alle sind sofort per Du. Aber Club heißt aber nicht, von der Liege gezerrt zu werden um an lustigen Spielchen teil zu nehmen. Das ist alles nur ein Angebot, jeder kann mitmachen, keiner muss. Sport, Unterhaltung und hervorragende Hotelerie und Gastronomie wird an Bord groß geschrieben. Das macht den Reiz aus. Und eine der angebotenen Sportarten ist der Tauchsport.
Die Tauchbasis ist komplett ausgestattet und eine Schule nach SSI-Maßstäben. Alle Tauchlehrer werden speziell von einem langjährigen Tauchprofi aus dem Hauptquartier in Rostock ausgesucht, der jahrelang selbst auf den Schiffen war. Er überlässt nichts dem Zufall. Ob Schnorchler, Anfänger oder bereits zertifizierter Taucher, die AIDA bietet in jedem Hafen Ausflüge an.
Schüler lernen an Bord die Theorie und machen erste Übungen im Pool. Im nächsten Zielhafen geht es dann von Bord in zu den Tauchgängen im Freiwasser. So schafft man in einer Urlaubswoche ohne Stress den SSI OpenWaterDiver (OWD) oder eines der zahlreich angebotenen SSI Specialties. Das die Scubapro-Ausrüstung gestellt wird, versteht sich ja von selbst.
Auch für die Taucher, die bereits einen Tauchschein haben, ist die AIDA jeden Tag in einem anderen Traumziel. Mit jeweils 2 Tauchgängen pro Ausflugstag sieht man in einer Woche jeweils die Top-Divespots der jeweiligen Region. Welche Tauchbasis kann das schon ?
Für mich persönlich waren die “Tauch-Kreuzfahrten” mit der AIDA immer ein Highlight. Das schwimmende Hotel wechselt nachts den Standort, morgens zum Frühstück läuft die AIDA dann in dem neuen Hafen ein. Die Ausflüge sind perfekt organisiert; wer seine eigene Ausrüstung hat, kann die nutzen, wer nicht bekommt immer neuwertige Ausrüstung an Bord. Die Tauchplätze werden mit Bussen über Land, oder mit Zodiaks direkt vom Kreuzfahrtschiff aus erreicht. Nach zwei Tauchgängen pro Tag kommt man zurück auf die AIDA, trinkt etwas an der Bar, geht zum Abendessen und abends vielleicht in eine der professionellen Shows oder in den Heaven-Club zu Tanzen. Während dessen verlässt die AIDA fast lautlos den Hafen um Kurs auf ein neues Ziel zu nehmen.
Was machen also Taucher auf der AIDA ?
Leben, geniessen, Urlaub und natürlich tauchen …
Tauchplätze:
Wie man eine Doppel-7 (Doppelflasche 2x 7 Liter) an das Scubapro Jacket Knighthawk montiert, ohne das Scubapro BiBo-Kit zu verwenden …
Um meine Ausrüstung zu komplettieren ist meine neuste Errungenschaft eine 2 x 7 Liter Doppelflasche, auch Doppel-7 genannt, aus Stahl. Bei dem Kauf einer neuen Flasche ist auf das entsprechenden Thema der Flaschengewinde zu achten (siehe auch Flaschengewinde in Tauchflaschen).
Der Grund für den Kauf gerade einer Doppel-7 ist die perfekte Verteilung des Gewichts auf dem Rücken und die feste Montage. Die von mir gekaufte Doppel-7 ist mit einem 60mm breiten Stahlschellensatz und einem optimalen Abstand von 185mm verbunden. Die Stahlschellen sind an der Stelle der Bohrung doppelt und verschweißt. Durch den 185mm-Abstand passen sich die beiden Flaschen optimal an die abgeschrägten Kanten der Rückenplatte an.
Das Scubapro Knighthawk ist zwar hervorragend für die Aufnahme von Doppelflschen vorbereitet, aber Scubapro geht davon aus, dass man ausschließlich das Scubapro BiBo-Kit verwendet. Bei dem BiBo-Kit liegen die Flaschen enger beieinander, gehalten durch 2 dünne Metallbänder, in denen Mitte jeweils eine Kunststoffaufnahme mit Gewinde befestingt ist. In der Backplate (Rückenplatte) des Jackets befinden sich nun 2 Metallhülsen, die nach aussen hin plan eingefasst sind, nach innen (auf der Seite des Rückenpolsters) aber vorstehen. Von hier aus würde bei dem BiBo-Kit jeweils eine Schraube nach aussen in die Kunststoffaufnahmen geschraubt werden.
Um die Metallhülsen, die die Backplate zusammenhalten auch weiterhin zu verwenden, dreht man diese nun um, so dass die vorstehende Seite nun dort ist, wo die Doppel-7 montiert wird. durch das Loch in der Hülse paßt nun genau eine M8-V4A-Gewindestange.
Um meine Doppel-7 vorzubereiten habe ich folgendes verwendet:
- 1 V4A 8mm Gewindestange (diese dann halbiert)
- 4 Unterlegscheiben 8,4 mm V4A
- 4 Muttern M8 V4A
- 2 Hutmuttern M8 V4A
- 4 Srengringe M8 V4A
- 2 Flügelmuttern M8 V4A
All das gibt es in einem guten Baumarkt mit Bootsabteilung.
Das Vorgehen
Die Gewindestange habe ich in der Mitte durchgesägt. Die beiden Originalenden habe ich dann durch die Hülsen gesteckt und von innen mit jeweils einer Flügelmutter gesichert. Die Flügelmutter habe ich so weit auf die Gewindestange gedreht, daß die Gewindestange ca. 2 mm herausschaute. Jetzt sitzen die flügelmuttern genau an der Stelle, wo sie später auch hingehören. Das Jacket inkl. Gewindestangen wird nun auf das Rückenpolster gelegt, so daß die Gewindestangen hoch stehen. Von oben wird nun jeweils eine Mutter, ein Sprengring und eine Unterlegscheibe auf die Gewindestangen geschraubt (Reihenfolge beachten). Wenn es richtig gemacht wurde ist nun auf der einen Seite der Hülse die Flügelmutter, auf der anderen, direkt an der Hülse eine Mutter. Dadurch sind die Gewindestangen fixiert. Nun verschiebt man die Stahlbänder an den Flaschen so lange, bis die Löcher einen Abstand von 21 cm haben und genau auf die Stangen passen. Die Flaschen selbst müssen nun an ihre finale Position verschoben werden. Für die weitere Montage bleiben sie auf dem Jacket, wo sie später auch sein sollen. Nun werden wieder von oben jeweils eine Unterlegscheibe, ein Sprengring und die Mutter aufgeschraubt und auf eine erste Spannung gebracht. Mit etwas Feingefühl und einem 13er Maulschlüssel spannt man nun jeweils von oben und unten die Muttern und zieht so die Metallbänder zusammen.
Man wäre jetzt schon fast fertig, wenn die Gewindestangen nicht zu lang wären. Diese sägt man mit einer kleinen Eisensäge ca 6 mm über der oberen Mutter ab. Das geht auch im montierten Zustand. Das Ende wird mit jeweils einer Hutmutter gesichert.
Das Ergebnis überzeugt.
